Transferkunst

2002

Künstlerische Forschung ist, wie jede Forschung, ein Abenteuer. Hinzu kommt, dass sie nicht an vorgegebene Methoden gebunden und frei vom Zwang zur Theoriebildung ist – sie kann sich also ständig neu erfinden.

Künstlerische Forschung öffnet den Horizont künstlerischer Tätigkeit hin zu gesellschaftsorientiertem Arbeiten. Ruediger John und Klaus Heid kreierten dafür den Begriff „Transferkunst“.

Gesellschaftlichen Playern wie Wirtschaft und Wissenschaft bietet sich die Chance, von qualifizierter künstlerischer Kompetenz zu profitieren. Der Mehrwert, der durch diesen Wissenstransfer entsteht, ist nicht nur ein ökonomischer, sondern ein im umfassenden Sinn kultureller.

In dem 288 Seiten umfassenden Buch zeigen 25 Experten gesellschaftsorientierte Perspektiven in Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft auf. Mit Interviews und Beiträgen von Gernot Böhme, Michael Brater, Simonetta Carbonaro, Ernst Peter Fischer, Max Hollein, Karl-Heinz Kohl, Michael Lingner, Dorcas Müller, Mathis Neidhart, Enno Schmidt, Lothar Späth, Jürgen Wertheimer, Frank Wilhelmi.

Die Präsentation im Künstlerhaus Dortmund thematisierte auch die ökonomische Situation künstlerischer Arbeit. Trotz eines vergleichsweise großzügigen Budgets für das Projekt ergab sich von der Recherche bis zur Fertigstellung von Buch und Ausstellung ein Stundenhonorar von 2,50 €. Damit konnte exemplarisch gezeigt werden, wie prekär die wirtschaftliche Situation der Kunst- und Kulturschaffenden ist.

www.transferkunst.de